Es begann mit diesem kurzen Hörbuch für 4,95 Euro. Lies hier, wie ich durch ein Genre, das ich eigentlich gar nicht mag, einen neuen Lieblingsautor für mich entdeckt habe – und was Markus Heitz selbst dazu sagt:

Du sollst mit dem Tode zufrieden sein,
warum machst du dir das Leben zur Pein?

Johann Wolfgang von Goethe

Wahrscheinlich kennst du Markus Heitz schon länger als ich, denn bei mir war es eher eine späte Liebe – nachdem Audible mir immer wieder unermüdlich gefühlte zwanzig Bücher von ihm aus den Genres Mystery, Fantasy, Science Fiction und Thriller vorgestellt hatte.

Aber dann war es Liebe auf den ersten Blick. Eine Romanze in drei Akten – und längst nicht am Ende:

1. Schweigepflicht (Kurzgeschichte bei Audible)

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Markus Heitz: Schweigepflicht (Audible)

Klappentext

Kalter Stahl und warmes Blut…

Nach einem langen Arbeitstag reibt Isger sich müde die Augen. Er betritt den Fahrstuhl, der ihn ins Erdgeschoss des Hochhauses bringen soll – und findet sich wenige Augenblicke später in einem Albtraum wieder. Irgendjemand kontrolliert die Kabine. Nein: irgendetwas. So beginnt ein grausames Spiel, dessen Regeln nicht Menschliches haben. Und beim dem der Einsatz Isgars Leben ist.

Beklemmend, faszinierend, brutal: Markus Heitz in Bestform!

Meinung

Ich habe nicht viel erwartet. Eigentlich habe ich das Hörbuch nur gekauft, weil es von meinem Lieblingssprecher Uve Teschner gesprochen wird und nur 4,95 Euro gekostet hat – bei nur knapp eineinhalb Stunden Hörzeit. Ich hatte keine Ahnung, dass mir eineinhalb Stunden lang förmlich der Mund offenstehen würde, weil ich so gebannt zuhören musste. „Schweigepflicht“ erzählt die bizarr-gruselige Geschichte über einen Aufzug in andere, tödliche Welten.

Die Geschichte hat mich definitiv atemlos vor Schrecken, Erstaunen und Faszination zurückgelassen. Sie fühlt sich an wie H.P. Lovecrafts Chtulu-Horror oder einige Wolfgang Hohlbein Romane. Wenn du sowas magst, wirst du hier eineinhalb Stunden Vergnügen haben!

 

2. Oneiros: Tödlicher Fluch

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Markus Heitz: Oneiros (Knaur)

Klappentext

In Leipzig hütet ein Bestatter ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin tödliche Experimente durch, in Paris rast ein Airbus ungebremst in ein Flughafenterminal… Die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug auf das Gebäude traf. Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich. Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht.

Meinung

Wow! „Oneiros“ nimmt das bekannt Gute aus globalen Verschwörungs- oder Politthrillern à la Andreas Eschbach oder einigen Fitzeks und vermischt es mit einer gekonnten Prise Paranormalem (ich möchte nicht „Fantasy“ sagen, weil es das in eine Schiene drücken würde, die es nicht ist). Alles basiert auf den vielfältigen Märchen über den Tod und spinnt sie wunderbar weiter. Großartig!

 

3. Des Teufels Gebetbuch

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Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch (Knaur)

Klappentext

Jeder kennt sie, ob Poker, Mau-Mau, Bridge, Skat, ob Wilder Westen, ob James Bond, ob im Kinderzimmer: Spielkarten. In „Das Gebetbuch des Teufels“ geht es um ein ganz besonderes, uraltes Kartenspiel, bei dem bestimmte Kartenfolgen unheimliche Dinge auslösen können. Dieses Deck wurde mehrmals verändert, restauriert, die Grundsubstanz ist jedoch erhalten geblieben. Aber: Das Kartenspiel wurde über die ganze Welt verteilt. Denn es ist sehr mächtig … Noch ist nicht sicher, ob die Karten Werkzeuge des Guten oder des Bösen sind. Aber es zeichnet sich ab, dass das Deck bei einer politischen Konferenz zum Einsatz kommen soll. Und plötzlich könnte aus einer harmlosen Kartenpartie viel mehr werden …

Meinung

Zuerst wollte ich den Roman nicht lesen, weil mich der Klappentext nicht sooo angesprochen hat. Als ich aber nach den ersten beiden „Liebeskummer“ hatte, habe ich ihm doch eine Chance gegeben – und ich bin so froh, dass ich es getan habe! Meiner Meinung nach ist es sogar noch besser als die zwei, die ich davor gelesen habe. Der Roman handelt wie „Oneiros“ auch von verschiedenen Figuren (von manchen muss man sich leider vorzeitig verabschieden, aber auch das macht den Roman aus). Außerdem gefällt mir sehr gut, dass auch von den Ursprüngen des Kartenspiels im europäischen Hochmittelalter erzählt wird. Und wie immer spielt der Tod eine entscheidende Rolle, was mir persönlich sehr gefällt und mich sehr inspiriert.

 

Und Markus Heitz?

Seit ich Autorin bin, weiß ich den regelmäßigen Austausch mit meinen Leserinnen sehr zu schätzen. Und weil ich so begeistert war, habe ich Markus Heitz einfach angeschrieben und von meiner Begeisterung erzählt.

Nun, er hat geantwortet! Und ich glaube, er hat sich gefreut. :-)

Deswegen: Wenn dir ein Roman gefällt, trau dich ruhig den Autor oder die Autorin anzuschreiben. Ob per Email, Facebook oder Instagram – oder auch in einer Rezension. Wir danken es dir immer!