Diesen Herbst lief bei mir nicht ganz so viel. Lies hier, was „Royal Passion“ mit „Herr aller Dinge“ zu tun hat und warum ich plötzlich über Bücher berichte, die nicht auf der SPIEGEL Bestseller Liste stehen.

Bücher und Freunde soll man wenige und gute haben.

Sprichwort

1. Royal Passion

Geneva Lee: Royal Passion (Blanvalet)

Geneva Lee: Royal Passion (Blanvalet)

Ich habe schon in meinen (Hör)Buch Highlights Sommer 2016 über dieses Buch geschrieben. Trotzdem reiße ich es hier nochmal kurz an:

Meinung:

Leider hat mich das Buch gar nicht gepackt, sodass ich es abgebrochen habe. Hauptsächlich gestört hat mich der plumpe Sex, über den ich am Anfang noch hätte hinwegsehen können. Aber spätestens beim zweiten Gespräch der beiden, in denen einfach so uncharmant über Sex geredet wird, als ginge es um das Wetter, habe ich das Buch abgebrochen.

Von dem Guthaben habe ich mir Andreas Eschbach’s „Herr aller Dinge“ gekauft.

 

2. Herr aller Dinge

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Andreas Eschbach: Herr aller Dinge (Lübbe)

Bar sonstigen Lese- und Hörvergnügens habe ich direkt in Andreas Eschbach’s Verschwörungs-Thriller, ähm … Wissenschafts-Roman, ähm SciFi-Thriller, ähm … tja. Ich weiß gar nicht genau, was es ist. Aber ich würde eine klare Empfehlung für Fans von Frank Schätzings „Der Schwarm“ und – nun ja – für Fans von Andreas Eschbach aussprechen.

Inhalt:

Was wäre, wenn alle Menschen gleich reich wären?

Charlotte, reiche Tochter des französischen Botschafters, und Hiroshi, Sohn einer armen Wäscherin, wohnen als Kinder nebeneinander. Hiroshi, seinerseits Technik-Genie, verschreibt sein Leben fortan der Abschaffung sozialer Unterschiede, weil er glaubt Charlotte nur so gewinnen zu können.

Meinung:

 

Vorab: Das Buch ist lang, sehr lang. Und ich muss ehrlich sagen, sehr lang habe ich mich gefragt, worum es eigentlich geht. Dadurch, dass der Roman in der Kindheit der beiden beginnt und die wachsende Freundschaft erst umfassend beschreibt, bevor es auf die Uni geht, an der erstmals greifbar ist, was „der Herr aller Dinge“ sein könnte, fängt es also eher schleppend an. Trotzdem bin ich die ganze Zeit gespannt drangeblieben. Ab der Mitte wird man definitiv belohnt – wenn man grundsätzlich etwas mit Verschwörungstheorien, Wissenschaft und Technik, einem Hauch Science Fiction (im Rahmen des aktuell Möglichen) und sozialem bzw. globalem Bewusstsein anfangen kann.

Ich würde den Roman jedem empfehlen, der Schätzings „Der Schwarm“ mochte, Daniel SuarezDaemon und Darknet (hier von mir als Buch des Monats gefeatured) oder ähnliche Science Fiction / Wissenschafts-Thriller.

 

3. Du und ich und dieser Sommer

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Yvonne Westphal: Du und ich und dieser Sommer (Forever Ullstein)

Es ist ein Debütroman. Es ist kein Bestseller. Und ja, es ist mein Roman. Aber das ist nicht der einzige Grund, aus dem ich es dir trotzdem vorstellen möchte. Denn ich habe noch keinen Roman gelesen, der die (junge) Liebe so sehr zelebriert.

Inhalt:

Für die sechzehnjährige Nicole ist es Liebe auf den ersten Blick. Für den charmanten Milias eine Wette mit seinem besten Freund. Für beide wird es der Sommer ihres Lebens.

Meinung:

Du und ich und dieser Sommer“ ist keine Weltliteratur und kein Must-Read. Aber es ist ein wunderschöner, zarter, witziger und sich echt anfühlender Roman über die Höhen und Tiefen der ersten großen Liebe. Er hält sich nicht lange mit Herzschmerz und Missverständnissen auf. Stattdessen zelebriert er die Liebe, den Sommer und die Jugend. Manche bezeichnen ihn als Reise in die Vergangenheit zum schönsten Sommer der eigenen Jugend, manche als zuckersüßen Roman für zwischendurch. In jedem Fall lässt er mit einem Lächeln zurück.

Außerdem unterstützt du damit eine junge Debütautorin ;-).