Weihnachtszeit ist Harry Potter Zeit! Außerdem habe ich meinen Exkurs in New Adult Romance und Indie-Autoren fortgesetzt. Mein Ergebnis erneut: Durchwachsen.

Diejenigen, die wir lieben, verlassen uns nie wirklich, Harry. Es gibt Dinge, die kann uns der Tod nicht zerstören.

Dumbledore, Harry Potter und das verwunschene Kind

 

1. Harry Potter und das verwunschene Kind

JK Rowling, John Tiffany, Jack Thorne: Harry Potter und das verwunschene Kind (Carlsen)

Ich würde mich nicht als Potterhead bezeichnen (weil ich diese Bezeichnung nicht mag). Aber den Postboten belauern, das Buch auspacken und die nächsten 48 Stunden auf der Couch im Binge-Lesen verbringen, das war bei mir schon seit Teil 1 so (das ist jetzt 17 Jahre her – oh Gott bin ich alt!)

Inhalt (Auszug Klappentext)

Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will.
Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.

Meinung:

Meine Meinung über den neuen Harry Potter ist leider zwiegespalten.

Das Positive: Ich kam nach nur einer kurzen Gewöhnungszeit sehr gut in den Skript-Stil rein. Und es war einfach ein verdammt gutes Gefühl, wieder in Hogwarts zu sein, wieder nach Hause zu kommen. Albus mochte ich persönlich nicht so, aber Scorpius (Draco Malfoys Sohn) war richtig toll. Die Geschichte war ebenfalls richtig toll und spannend und mit tollen Wendepunkten und Überraschungen und alten wie neuen Freunden … ABER …:

Das Negative: Ich kann mir nicht helfen, für mich liest sich die gesamte Geschichte wie eine Fan-Fiction von Harry Potter. Eine sehr gute Fan-Fiction, keine Frage. Und gerade Harry Potter FFs sind oft richtig gut! Aber … na ja. Es war eben doch zu wenig Neues und zu viel Aufgetautes, es war zu rund, zu perfekt, zu viel Fan-Service. Ich weiß nicht was ich erwartet hatte oder wie ich es anders gemacht hätte. Aber zu 100% überzeugt hat es mich nicht. Trotzdem MUSS JEDER POTTER-FAN DIESES BUCH EINFACH LESEN!!!

 

2. Princess of New York

Jane Christo: Die Prinzessin von New York (Heartbeat Books)

Um es kurz zu machen: Ich habe dieses Buch abgebrochen. Ein Paradebeispiel für vollkommen verfehltes Marketing.

Inhalt (Auszug aus dem Klappentext):

Skyler ist die einzige Tochter von Silvio Rossi, Oberhaupt eines der mächtigsten Syndikate in New York City. Um nicht machtpolitisch vermählt zu werden, taucht sie unter. Als sie plötzlich in L.A. auftaucht, kann Julin sein Glück nicht fassen. Die Tochter seines Erzfeindes ist der Schlüssel zu New York, der Haupteinnahmequelle der Ostküste. Wer das Mädchen hat, besitzt die Macht. Julins Rache scheint perfekt, bis er Skyler kennenlernt.
Dass er sich in sie verliebt, gehörte nicht zum Plan.

Meinung:

Der Titel hat mich angesprochen, das Cover hat mich angesprochen, der Klappentext hat mich angesprochen. Trotzdem habe ich dieses Buch abgebrochen. Warum? Marketing verfehlt!

Lies hier (bald), was mein größtes Problem mit diesem Buch war – abgesehen von derber Gewalt, plumpem Sex und richtig platten Dialogen. Schade!

 

3. Aschenkindel

Halo Summer: Aschenkindel (Amazon Kindle Selfpublishing)

Ich lese mal wieder Indie. Na ja, so halb. Ein Bestseller Indie ist es ja schon. :-) Fazit: Gut, aber irgendwie so lala.

Inhalt (Auszug Klappentext):

„Du bist schon ein komisches Mädchen“, sagt meine gute Fee. „Jedes andere Mädchen in deiner Situation wäre überglücklich, auf so einen Ball gehen zu dürfen. Noch dazu auf einen, bei dem es sich in einen Prinzen verlieben und damit seinem Elend entkommen könnte!“ Tja, wo sie recht hat, hat sie recht. Ich bin ein komisches Mädchen. Und ich habe fest vor, eins zu bleiben!

Meinung:

Dieser märchenhaft-fantasievolle Kindle-Roman erzählt die altbekannte Geschichte von Aschenputtel / Cinderella und macht dabei gar nicht so viele Unterschiede. Das Setting kommt mir eher dystopisch als märchenhaft-verzaubert vor, aber das ist okay.

Ich mag die Protagonistin, auch wenn die Autorin meiner Meinung nach zu sehr auf ihr hübsches Aussehen drückt, das in der gewählten Ich-Perspektive immer sehr unvorteilhaft zum Ausdruck kommt. (à la „Ich rieb mir über meine natürlich rosigen Wangen“ – gefühlte 10x im Buch). Grundsätzlich hat mir das Buch gefallen, aber mehr auch nicht.