Ich liebe Happy Ends! Aber manchmal lassen mich einzelne, liebgewonnene Dinge nicht mehr los. Lies hier die 10 Banalitäten, die mir mein Happy End echt vermiesen können. — Spoilers ahead — (Duh … ^^)

Es ist schon erstaunlich, wie wir unser Herz an Kleinigkeiten hängen können.

(unbekannt)

 

Ich liebe Happy Endings! Happy Endings für alle! Moment mal – für alle? Was ist eigentlich mit den Dingen, die wir während des Plots verlieren? Nein, ich meine nicht die liebgewonnen Charaktere, sondern total banale Dinge, Orte oder Geborgenheitsgefühle, die der Protagonist für sein Happy End eingetauscht oder die der Antagonist zerstört hat. Und ich sitze flennend daneben und kann es nicht glauben!

Hier meine Top 10 der Banalitäten, um die ich echt trauern kann:

10)  Elsas Eispalast aus Frozen

Elsas Eispalast. (c)2013 Walt Disney (dramaturgia)

Elsas Eispalast. (c)2013 Walt Disney (dramaturgia)

Gut, es ist vielleicht ein bisschen kalt, aber: Isn’t. That. Beautiful! Jetzt, wo Elsa wieder zu Hause in Arendelle ist, was passiert denn da mit dem extravaganten funkelnden Juwel mit der besten Aussicht überhaupt?

Da fühlt man sich doch wie der König der Welt! … Ach nee, das kommt erst noch.

 

9) Der Gral aus Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

… und grundsätzlich alle Schatzhöhlen, die er demoliert und uns unauslöschlich die Möglichkeit nimmt, sie selbst zu erforschen. Nicht, dass wir das jemals tun würden oder könnten. Aber trotzdem!

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug: Der Heilige Gral (c)Paramount Pictures (dramaturgia)

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug: Der Heilige Gral (c)Paramount Pictures (dramaturgia)

Da liegt er. Da!!! Aber *sigh*, Sean Connery hat Recht: „Indiana. Lass es.“

 

8) Die Wunderhöhle aus Disney’s Aladdin

Ein bisschen kann ich Abus Unmut verstehen, dass er nichts anfassen darf. Dabei ist die Wunderhöhle doch sooo verlockend! Und nicht nur von innen, sondern auch von außen! Ist dir eigentlich mal aufgefallen, dass der Tigerkopf sogar einen Ohrring trägt? So cool!

Aladdin: Die Wunderhöhle (c)Walt Disney (dramaturgia)

Aladdin: Die Wunderhöhle (c)Walt Disney (dramaturgia)

 

7) Arielles Schatzhöhle aus Arielle, die Meerjungfrau

„Look at this trove, treasures untold! How many wonders can one cavern hold?“

Oh boy! Der Wert dieses kleinen versteckten Ortes voller wundersamer Dinge ist für mich fast gleichwertig mit der Bibliothek aus Die Schöne und das Biest. Aber die überlebt die Story ja zum Glück, ganz im Gegensatz zu diesem bezaubernden Fleckchen Erde Wasser:

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6) Will Turners Freiheit aus Fluch der Karibik: Am Ende der Welt

Ja, es ist ein Happy End. In a way. Und Will Turner steht der Bad Boy ohne Herz (wortwörtlich!) wirklich gut! Aber wenn ich daran denke, dass sich die beiden jetzt nur noch alle zehn Jahre sehen … War es das wert?

 

— Halbzeit, Folks! Ab hier wird es wirklich schmerzhaft … —

 

5) Die Titanic

Titanic (c)20th Century Fox (dramaturgia)

Titanic (c)20th Century Fox (dramaturgia)

Okay, hier gibt es kein richtiges Happy End.  Aber hier gibt es Tausend Dinge, um die ich am Ende des Films trauere. Jack, zum Beispiel. Oder um diesen unbezahlbaren blauen Diamanten!!! Am Meisten aber um dieses besondere Flair, das die Kulisse dieses Luxusschiffs ausgestrahlt hat, besonders das der ersten Klasse. Diese Schnitzereien! Diese filigranen Details! Diese sündhaft teure Möblierung!

 

4) Wilson aus Cast Away

Wie viel emotionale Nähe kann man zu einem Gegenstand aufbauen? Wie kann man um etwas trauern, das nie gelebt hat, nie mit einem kommuniziert hat? Tom Hanks kann es. Und er kann es so sehr, dass ich gleich mit ihm weine, während dieser so lieb gewonnene Volleyball langsam dahin treibt. Wilson, du wirst uns fehlen!

 

— und hier kommen die Top 3 der Dinge, die mich wirklich melancholisch machen. —

 

3) Der Jurassic Park

Der Jurassic Park. Belles Bibliothek und Arielles geheime Höhle, ja, selbst Indiana Jones‚ Schatzhöhlen: Nichts würde ich so gerne einmal besuchen wie den Jurassic Park. Ich male mir immer wieder aus, welche Abenteuer und Wunder hinter diesen Toren auf uns warten könnten, wäre da nicht dieser fiese, fette Nerd gewesen!

 

2) Hogwarts aus Harry Potter

Hogwarts wird nicht wirklich zerstört. Aber nach dem siebten (achten) Teil wird Hogwarts nie mehr das sein, was es einmal war, in den ersten beiden Büchern, in denen ich förmlich den Kamingeruch im Gemeinschaftsraum der Gryffindors riechen konnte und die nackten Steinwände im Kerker beim Zaubertrank-Unterricht. Hogwarts ist für mich der Inbegriff von Zuhause, nirgends ist der Winter so idyllisch schneeweiß und der Sommer so gesellig warm.

Vor allem das schneebedeckte Hogwarts im Winter wird für immer einen großen Teil in meinem Herzen einnehmen.

Und nicht vergessen, diese Musik dabei zu hören <3.

Wie viele Winter-Abende ich mit diesen Büchern, wie viele Weihnachten mit diesen Filmen verbracht habe! Wenn ich an Hogwarts denke, bin ich wieder mein elfjähriges Ich, das in stiller Hoffnung immer noch auf den Brief mit der smaragdgrünen Tinte und dem Wachssiegel wartet. Danke, J.K. Rowling, für dieses wunderbare fiktive Zuhause.

 

1) Rapunzels Haare aus Disney’s Rapunzel

Rapunzel! Ich liebe Rapunzel! Nach Die Schöne und das Biest – unangefochten auf Platz 1 meiner Lieblings-Disneyfilme – streitet der drittjüngste Disneyfilm seit seiner Veröffentlichung 2010 mit Arielle, die Meerjungfrau um Platz 2. Und gewinnt meistens aus dem simplen Grund, dass Flynn Rider eindeutig besser aussieht als Prinz Erik! Ganz abgesehen davon, dass er einen ganz ausgezeichneten Charakter aus Größenwahn, selbstüberschätzender Arroganz und unheimlich coolen Sprüchen hat. Ehrlich, dieser Typ ist perfekt. Und wer kann hierzu schon „Nein“ sagen?

Nein, mal ehrlich. Dass diese zwei sich kriegen, ist das beste Happy End, das sich jemand wie ich wünschen kann. Dagegen ist die Verwandlung von Biest, selbst alle Disney-Hochzeiten von Aurora, Cinderella, Jasmin und Arielle zusammen, nur nettes Beiwerk.

Aber WIESO ihre Haare?! WIESO??? Ich bin jedes Mal am Boden zerstört, wie konnte er nur?

Und ich bin nicht die Einzige. Kein Witz: Als ich den Film Weihnachten 2010 im Kino angesehen habe, saß vor mir ein junges Mädchen und fragte ihre Mama die ganzen restlichen Minuten des Films immer wieder: „Wo sind ihre Haare?“

 

Eugene, das nehme ich dir übel!